Informationen über historische Wertpapiere

Die Anfänge der historischen Wertpapiere:


Die Geschichte historischer Wertpapiere reicht nun schon mehr als 500 Jahre zurück. Banknoten die schon um das Jahr 1000 in China eingeführt wurden
gibt es da schon wesentlich länger, während die erste Briefmarke erst 1840 (Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland) in den Verkehr kam.
Auch deren Vorläufer wurden erst später als die sogenannten alten Aktien ausgegeben (um 1650).

Soweit bisher bekannt (laut Wikipedia) war die erste ausgegebene Aktie ein Anteil von 12,5 % an der der schwedischen Kupfermine „Stora Kopparbergs Bergslags Aktiebolag“.
In dem von der East India Company im September 1599 geschlossenen Vertrag verpflichteten sich ihre Gründer zur Aufbringung eines Kapitalfonds von 30133 £, der in 101 Aktien zerlegt war.
Es folgte die Vereinigte Ostindische Kompanie (VOC), deren Aktien erstmals am 3. März 1603 zwischen Jan Allertsz und Maria van Egmont gehandelt wurden.
Die erste deutsche Aktiengesellschaft entstand am 17. März 1682 mit der „Handels-Compagnie auf denen Küsten von Guinea“.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die weltweit erste Börse bereits 1409 in Brügge (Belgien) gegründet wurde und die erste deutsche Börse (Augsburger Börse) um 1540.
Diese Börsen waren zu damaligen Zeit aber reine Warenhandelsplätze zum Handel von Waren, Produkten und Rohstoffen – ursprünglich vor allem von importierten und heimischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
Die ersten deutschen Aktien gelangten 1785 an der Börse Berlin auf den Kurszettel, welche 1731 gegründet wurde.

In der sogenannten Gründerzeit zwischen 1871 und 1873 erfolgte ein Boom zur Gründung von Aktiengesellschaften, es entstanden alleine in Deutschland über 900 Gesellschaften.
Vor allem wurden in diesem Zeitraum Gesellschaften aus dem Bereich Industrie, Bank- und Versicherungswesen gegründet.
Mittlerweile werden an den Börsen in Deutschland mehr als 10.000 AG's gelistet und gehandelt. Dazu kommt noch eine größere Anzahl an kleineren Aktiengesellschaften, die nicht börsennotiert sind.
Ursächlich dafür ist die im Laufe der Jahre herabgesetzte Summe für das Gründungskapital, das heute bei 50.000EUR liegt.